Prenzlauer Berg ist geprägt von Gründerzeitbauten. Gleichwohl gibt es Grünflächen im Ortsteil, eine von diesen ist der 29 Hektar große Volkspark Prenzlauer Berg. Der Volkspark entstand in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf einer Trümmerkippe. Mehrere Straßenzüge begrenzen den Volkspark, u. a. die Hohenschönhauser Straße. Ein weiterer Park, der 25 Hektar große Ernst-Thälmann-Park, entstand in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf dem Gelände eines Gaswerkes. Der Park wird u. a. durch die Prenzlauer Allee begrenzt. Neben dem Gaswerk zählten Brauereien, beispielsweise die Schultheiss-Brauerei, früher zu den wichtigsten Betrieben in Prenzlauer Berg.
Orte jüdischen Lebens in Prenzlauer Berg
Zu den historischen Grünflächen in Prenzlauer Berg gehört auch der Jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee Nr. 23-25. Dieser wurde hauptsächlich in den Jahren 1827 bis 1880 genutzt. Auf diesem Friedhof findet sich beispielsweise das Grab des Malers und Grafikers Max Liebermann (1847-1935).
Vom jüdischen Leben in Berlin legt des Weiteren die Synagoge in der Rykesträße Nr. 53 Zeugnis ab. Diese wurde in den Jahren 1903/04 errichtet. Die Synagoge Rykestraße, welche die Reichspogromnacht des Jahres 1938 überstand, ist die größte Synagoge Deutschlands.
Prenzlauer Berg galt bis zur Herrschaft des Nationalsozialismus als Zentrum jüdischen Lebens in Berlin.
Sammelpunkte der DDR-Opposition, die Christlichen Kirchen in Prenzlauer Berg
Aus der Schaar der Gründerzeitbauten in Prenzlauer Berg ragen die Kirchen des Ortsteils mit ihren Türmen heraus. Die bekannteste von ihnen ist die Gethsemanekirche (1891-1893) an der Stargarder Straße. In den 1980er Jahren war die Gethsemanegemeinde, gleich anderen Berliner Gemeinden, ein Sammelpunkt für Oppositionelle und die DDR-Friedensbewegung. Zu nennen sind darüber hinaus als höhenmäßig herausragende Gebäude in Prenzlauer Berg die Segenskirche (1908) an der Schönhauser Allee und die Immanuelkirche (1893) an der Prenzlauer Allee.
Die Bösebrücke in Prenzlauer Berg und der ehemalige Grenzübergang Bornholmer Straße
Die Bösebrücke war die erste Nickelstahlbrücke Berlins. Die unter Denkmalschutz stehende Bösebrücke, auch Bornholmer Brücke genannt, erhielt ihren Namen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie erinnert an den Antifaschisten Wilhelm Böse (1883-1944). Die Bösebrücke liegt an der Bornholmer Straße. Vor der Wiedervereinigung befand sich an dieser Stelle der Grenzübergang Bornholmer Straße. Der Übergang verband den in Ost-Berlin gelegenen Prenzlauer Berg mit dem zu West-Berlin gehörenden Wedding über die Brücke. Der Grenzübergang Bornholmer Straße war der erste, an dem am 9. November 1989, kurz vor Mitternacht, die Passkontrollen eingestellt wurden. Tausende DDR-Bürger/innen nutzten von hier aus die Gelegenheit, nach West-Berlin zu gelangen. Eine Gedenktafel an der Bösebrücke erinnert an diesen historischen Moment.
Der Dicke Hermann, ein Wahrzeichen von Prenzlauer Berg
Ein Wahrzeichen von Prenzlauer Berg ist der ehemalige Wasserturm aus dem Jahr 1877 an der Ecke Rykestraße/Knaackstraße. Dieser trägt den Namen Dicker Hermann. Der Dicke Hermann war der erste Wasserturm Berlins.